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Deutsch-Englisch-Wörterbuch

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Frage:
Deaccession  
von AliHeret (DE), 2020-09-15, 06:43  like dislike  Spam?  
Die beiden Einträge
1) deaccession 8Verscherbeln {n} [ugs.] [von Museumsgut]
2) deaccession Verkauf {m} aus dem Bestand [Museum, Bibliothek]
sind AFAIK so nicht korrekt.

Deaccession ist ein englischer Fachbegriff für Museen und Bibliotheken, dem im Deutschen "Deakzession" (als Gegegnsatz zu Akzession= Aufnahme in den Bestand) entspricht. Synonyme wären etwa "Aussonderung aus dem Bestand" oder "Entfernung aus dem Bestand", man denkt sich auch nichts beim Term "Ausscheiden".
Deakzession bedeutet in diesem Bereich zwar auch Verkaufen, aber auch Verschenken oder Wegwerfen (z. B. wenn ein Objekt der Hand des Kurators entgleitet und in hunderttausend Teile zerplatzt, damit nicht restauriert werden kann; oder Kriegsverluste). Insofern sind schon mal beide deutschen Übersetzungen mit ihrer Festlegung auf "Verkaufen" falsch.
Zudem dürfen alle privaten Museen weltweit Objekte deakzessionieren, die Ächtung von Verkäufen von Beständen aus Museen und Bibliotheken gilt  allgemein nur für öffentliche Museen. Auch hier gibt es Ausnahmen: Wenn zur Sammlung unpassende Objekte verkauft und vom Erlös passende Objekte gekauft werden oder wenn Museen/Bibliotheken an ihresgleichen verkaufen/abtreten/verschenken. Um die Finanzen von öffentlichen Museen zu retten oder ein Dach zu reparieren, dürfen deren Objekte nach allgemeiner Auffassung nicht verkauft werden.

Urheber dieser Regeln im Museumsbereich ist der internationale Museumsverband ICOM, der aber über keine Machtmittel verfügt, dies durchzusetzen - mit einer Ausnahme: er kann den Namen der Entscheider über die Presse ächten. Das sollte dann das Ende der beruflichen Karriere dieser Entscheider sein.
Wenn also wirklich das (negativ gemeinte)  Verscherbeln von Museumsgut gemeint ist, ist das bei öffentlichen Museen nicht deaccession, sondern "unerlaubte Deakzession", engl. z.B. "forbidden deaccession", bei privaten hingegen durchaus erlaubt. Für diese trifft dann nur Sinnebene 2) zu, ohne jeglichen negativen Beigeschmack.
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