Alle Sprachen    |   EN   SV   IS   RU   RO   FR   IT   PT   NL   HU   SK   LA   FI   ES   BG   HR   NO   CS   DA   TR   PL   EO   SR   EL   |   SK   FR   HU   PL   NL   SQ   RU   IS   ES   SV   NO   FI   IT   CS   DA   PT   HR   BG   RO   |   more ...

Deutsch-Englisch-Wörterbuch

Online-Wörterbuch Englisch-Deutsch: Begriff hier eingeben!
  äöüß...
  Optionen | Tipps | FAQ | Abkürzungen

LoginRegistrieren
Home|About/Extras|Vokabeltrainer|Fachgebiete|Benutzer|Forum|Mitmachen!
Übersetzungsforum Deutsch-Englisch
 Satz aus einem wissenschaftlichen Artikel »
« neat = niedlich    

English-German Translation Forum

« zurück | Antworten aus- oder einblenden | Diskussion beobachten
Frage:
Zu Pauls Vorschlag einer Neuregelung bei sprachlichen Seltenheiten/Kuriositäten. Ich frage mich, ob die folgende von Paul vorgestern   
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-22, 18:00  like dislike  Spam?  
vorgeschlagene Neuregelung tatsächlich sinnvoll ist:

#834919 Paul :
Dafür bräuchten wir eine neue Regelung in den Guidelines. Sie könnte folgendermaßen lauten:

If a term is very rare, dated, regional, colloquial and/or otherwise unknown to the vast majority of native speakers, but its existence can still be proved beyond doubt, the term can still be added if the translation is enclosed in square brackets. Example:
"[to fall, hit, throw] = keien [ugs.] [südwestd.] [schweiz.] [alemannisch] [auch: gheien]"


Sie wurde hier eingeführt:

dict.cc: keien
[to fall] = keien [hochsprachl. veraltet, noch ugs. südwestd. und schweiz.] [auch: gheien] [fallen]

Statt EN to fall also: [to fall]. Der Eintrag kann damit vom EN her nicht mehr aufgefunden werden.

Man mag nun befürchten, dass sich das ausbreitet, einige Mitarbeiter kalte Füße bekommen, und bald allen etwas selteneren Begriffen diese Behandlung zuteil wird. Votingsicherheit ist dann nicht mehr gegeben, denn wer bestimmt, was sehr selten (geworden) ist? Die kleine radikale Sprachreinigerfraktion, der wir diesen GL-Neuvorschlag letzten Endes verdanken und die mit ihm i. Ü. nicht besänftigt wurde (vgl. History des Eintrags "keien")?

Wer ist tatsächlich für eine solche Sonderbehandlung?
Antwort: 
Dagegen  #835155
von sunfunlili (DE/GB), 2016-02-22, 18:09  like dislike  Spam?  
EN>DE oder nur DE>EN? ... und ja, wer bestimmt ab wann, wie, wo, was .... ?
"...  Eintrag kann damit vom EN her nicht mehr aufgefunden werden. "  Vielleicht ist ja der ein oder andere interessiert, wär doch echt schade wenn das nicht mehr möglich ist.
Wen stört das denn so sehr und warum? Sorry, I don't get it.
Antwort: 
Widerspricht dem Geist eines Wörterbuchs  #835162
von BHM (DE), 2016-02-22, 20:30  like dislike  Spam?  
Kein Amerikaner oder Brite wird auf die Idee kommen, in einem gewöhnlichen, von ihm verfassten dt. Text ein Wort zu verwenden, dass mit "[südwestd.] [schweiz.] [alemannisch]" gekennzeichnet ist.
Deshalb sehe ich nicht die Gefahr, dass dict jemanden irreführen oder gar zur Verwendung kontextuell nicht angemessener Wörter verleiten könnte.
Antwort: 
von ddr (AT), 2016-02-22, 22:33  like dislike  Spam?  
 #835165
Abgesehen davon, wer korrigiert das alles?
Und wer entscheidet, ob ein Wort in der von Dir bzw. Paul vorgeschlagenen Form oder in der 'normalen' eingegeben wird? Wer, außer einem Alemannen kann entscheiden, ob das Wort in dieser Region heute noch gängig ist oder nicht? Und wie alt darf derjenige oder diejenige sein? (Mir und meinen AltergenossInnen sind viele Ausdrücke vertraut, die die jungen Leute vielleicht kaum noch kennen.) Und wer außer einem Schotten, Walliser, Nordiren etc. entscheidet es für die englische Seite? Haben wir die?

P.S. Es ist schon oft genug irritierend, dass wir keine klare Definition von idiom/Idiom haben, da läuft alles nach Daumen mal pi. Aber ich will beileibe nicht noch eine Diskussion lostreten.
Antwort: 
von Paul (AT), 2016-02-23, 00:23  like dislike  Spam?  
 #835167
Die Idee dahinter ist, dass Einträge, bei denen sich die Beitragenden nicht einigen können, ob sie noch "wörterbuchwürdig" sind oder nicht, als Kompromisslösung nur aus einer Sprachrichtung auffindbar sind, so wie schon bei den vieldiskutierten "Falsch für"-Einträgen.

Es geht um Grenzfälle, bei denen auch jetzt schon keine Votingsicherheit bestand, weil nicht definiert ist, wie veraltet/ungebräuchlich ein Wort sein darf, um noch in einem aktuellen Wörterbuch aufgenommen zu werden. Wenn ich im Grimm-Wörterbuch (http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&lem...) ein bisschen schmökere, finde ich sehr viele sehr veraltete Wörter und Schreibweisen. Wären die alle bei dict.cc als Übersetzungen für gebräuchliche Begriffe eingetragen, würde die Übersicht doch deutlich leiden. Und bei den Benutzern könnten Zweifel an der Aktualität und Vertrauenswürdigkeit des Wortschatzes aufkommen.

Einsprachig auffindbar heißt im aktuellen Fall, dass ein Wörterbuchnutzer, der über das Wort "keien" gestolpert ist und bei dict.cc nachschlägt, über den Suchbegriff "keien" fündig wird. Wer aber nach "to fall" sucht, bekommt das Wort nicht angezeigt.

Das widerspricht mit Sicherheit nicht dem Geist eines Wörterbuchs, denn gedruckte Wörterbücher für Übersetzungen (und auch viele Onlinewörterbücher) sind unidirektional aufgebaut, d. h. der Wortschatz "Deutsch nach Englisch" unterscheidet sich vom Wortschatz "Englisch nach Deutsch". Ein gedrucktes Wörterbuch ist in zwei Hälften unterteilt oder beinhaltet überhaupt nur eine Sprachrichtung (pro Band).

So eine Sprachrichtungseinschränkung können wir bei dict.cc durch die Einklammerung einer Übersetzungshälfte auch abbilden. Ich sage nicht, dass das beim Eintrag "keien" bereits unbedingt notwendig ist. Von der Übersicht her verträgt auch der Suchbegriff "to fall" noch ein paar Einträge.

Sollte aber in Zukunft durch das Einfügen immer weiterer unüblicher Begriffe die Übersicht langsam gefährdet sein, könnte ich mir vorstellen, das Problem so zu lösen.
Antwort: 
von Paul (AT), Last modified: 2016-02-23, 00:30  like dislike  Spam?  
 #835168
Von den Personen, die gegen die Einschränkung der Suchrichtung per Klammern sind - wer wäre für die Beibehaltung und wer für die Löschung des Eintrags
"to fall = keien [hochsprachl. veraltet, noch ugs. südwestd. und schweiz.] [auch: gheien] [fallen]"?
Antwort: 
Soweit ich sehe, ist außer den   #835170
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-23, 01:17  like dislike  Spam?  
beiden VP-5, die zufälligerweise bei diesem Eintrag dabei waren und [del] gestimmt habe – einer davon übrigens, weil er die GL misssverstanden und selbst schon mehrere [del] bei eigenen Einträgen zu verkraften hatte – niemand für die Löschung dieses korrekten Eintrags. Die Kompromisslösung [ ] hat diese beiden übrigens nicht umgestimmt.

Es gab mW bislang keine Votingunsicherheit bei veralteten und/oder weniger bekannten, doch, wie in diesem Fall, belegten und mit einschränkenden Tags versehenen  Einträgen. Wir bräuchten ja sonst keine näher bestimmenden Tags wie [obs.], [rare], [veraltet] usw. Solche Tags verhindern im Übrigen, dass bei den "Benutzern[...] Zweifel an der Aktualität und Vertrauenswürdigkeit des Wortschatzes aufkommen" können; was nicht (mehr) aktuell ist, erscheint hier meist deutlicher gekennzeichnet als anderswo -- s. namentlich unser [dated] bei Slang-Eingaben.
Es gab wohl nur schon auch ungerechtfertigte [del]-Votes, die bislang aber nicht zu einschränkenden Sonderregelungen geführt haben.

Ein Unübersichtlichkeitsproblem stellt sich, wie Paul ja bestätigt, bislang noch nicht.

en-de.dict.cc: fall
dict.cc: to fall
Antwort: 
Das Problem sehe ich eher darin, dass versucht wurde,   #835171
von Hilli (DE), Last modified: 2016-02-23, 01:25  like dislike  Spam?  
... veraltete Begriffe als aktuelle regionale Begriffe hier einzugeben "... [ugs.] [südwestd.] [schweiz.] [alemannisch] [auch: gheien] [fallen]". Auch die Eingangsfrage in #834874 "Wie ist mit regionalsprachlichen Einträgen, die sich auch in hochsprachlichem Kontext finden, umzugehen?" versucht mMn. diesen Eindruck zu erwecken.

Erst im Verlaufe vieler Diskussionen mit wüsten, aber mittlerweile gewohnten Beschimpfungen ("gnadenloser literarischer Analphabetismus", "Sprachsäuberung",  "Mitarbeiter mit offenbar beschränkter literar. Bildung", "Ich hoffe, unsere Rachefeldzügler mit ihren Retourkutschen-Deletes halten sich diesmal raus", "Idioten, Narren oder literarischen Analphabeten"  etc. pp.), welche auch nicht gerade eine sachliche Diskussion förderten, kommt der ziemlich geschraubte Ergänzungstext "[hochsprachl. veraltet, noch ugs. südwestd. und schweiz.] ..." ("geschraubt" deshalb, weil wir doch üblicherweise einfach nur [veraltet] taggen)

Wäre von Anfang an so disambiguiert worden ("[veraltet] [südwestd. und schweiz. noch ugs.] ..." - dann wäre dieser ganze Hickhack vielleicht gar nicht nötig gewesen.

Und auch beim sächlichen Maus wird gnadenlos gebissen, wenn sich andere Meinungen regen. Auch hier wird behauptet, dass das ganz üblicher ugs. Sprachgebrauch ist, völlig unverzichtbar, sogar in ganz Deutschland! Im Gegensatz zu Toms Recherchen habe ich bei "armes Maus" ausgesprochen wenige Belege gefunden, welche nicht auch einfache Tippfehler sein können [z. B: "darf ich Euch meine armes Maus zeigen?"] oder Kindergarten-Deutsch - ansonsten viele selbstbestäubende Wörterbucheinträge, Mausarme, Computermäuse ...

Aber: es wird auf die leisen Zweifel selbst des Chefs kategorisch gefordert: "'Armes Maus' ist sehr brauchbar als Übersetzung von 'poor thing' und muss deshalb unter den DE Entsprechungen des EN auch aufgefunden werden." - keinerlei Kompromissbereitschaft, keinerlei Entgegenkommen! Es wird durchgepeitsch werden - auch auf die Gefahr hin, dass des Deutschen nicht kundige Suchende dadurch auf's falsche Gleis gesetzt werden können - Hauptsache, ein UNVERZICHTBARER - weil von 4;rabend stammender - Eintrag wird im dict auf ewig verewigt!

... in letzter Zeit werden die Regeln immer einzelfallbezogener, nur um auf gekränkte Eitelkeiten Einzelner, auf Punktehaschereien, Outvote-Phobien, Rechthabereien etc. einzugehen. Die Regeln werden immer komplexer und komplizierter und entfernen sich immer mehr von dem früher selbstverständlichen Prinzip der Suche nach Kompromissen.

4;rab: den Grimm und die klassischen Hochliteraten in allen Ehren, aber - wie 4;paul  in #834913 auch schon andeutete - diese repräsentieren mMn. einen Sprach- und Schreibstil, welcher teilweise wirklich schon sehr veraltet ist. Wenn solche Begriffe richtig getaggt werden als [veraltend / veraltet / hist. / wie auch immer] mag das ja alles angehen. Aber der Verlauf der Diskussion hier spricht eine andere Sprache.

4;paul kann machen was er will, er ändert sogar Regeln bis hin zum Gegenteil früher existierender Guter Sitten, so dass selbst gestandende Dictler - geschweige denn Außenstehende - teilweise nicht mehr mitkommen! Es nützt nichts - es wird weiter auf Maximalforderungen bestanden.

Das scheint mir das Hauptproblem zu sein, was mit keiner Regel gelöst werden kann.

 
Antwort: 
Zu den Häufigkeits- oder Nützlichkeitskriterien unserer Löschfreunde:  #835172
von rabend (DE/FR), 2016-02-23, 01:32  like dislike  Spam?  
Es scheint sie bei ihren strengen Maßstäben nicht zu stören, für die eigenen Einträge etwa solche Dinge ungeprüftt aus dem Urban zu übernehmen :

http://contribute.dict.cc/?action=edit&id=1245559
moreon [sl.] [pej.] [more + moron] = Megavolltrottel {m} [ugs.] [pej.]

Das findet sich dann in Quellen wie

Google: "my butt or your a moreon for not knowing it stupid"
Google: " isnt usedfinally a moreon the amazingfurthermore dolow"
Google: "Heecup hetes meh ehnd cawled baemax a moreon ehnd a damb rohbot""
Chat:     
Hilli, der Froschmäusekrieg, den du mit mir führen möchtest, interessiert hier nicht.  #835173
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-23, 01:37  like dislike  Spam?  
Ich gehe nicht mehr darauf ein.
Chat:     
Use of dictionary  #835174
von Catesse (AU), 2016-02-23, 01:50  like dislike  Spam?  
We must never lose sight of the fact that there are two different usages for dict.
1. To obtain a word to use in a text that you are writing.
2. To understand a word in a text that you are reading.
The criteria are different, and perhaps there should be clearer warnings that some words included for use under (2) are totally unsuitable for the purpose of (1).
Antwort: 
Catesse  #835175
von rabend (DE/FR), 2016-02-23, 01:53  like dislike  Spam?  
Genügen einschränkende Tags denn nicht? Genau dazu sind sie da.
Antwort: 
Tags  #835176
von Catesse (AU), 2016-02-23, 02:09  like dislike  Spam?  
The tags are there. They can be used in the case of weird words, so the Angst may be overdone. But are they always used?
Antwort: 
Ich schließe mich der Meinung von sunfunlili, ddr und rabend an.  #835190
von parker11 (DE), 2016-02-23, 10:15  like dislike  Spam?  
zu Paul 00:30: ich bin für Beibehaltung.
Antwort: 
Ich jedenfalls werde meine Energie nicht für solchen Quatsch vergeuden.  #835212
von Dracs (DE), 2016-02-23, 12:38  like dislike  Spam?  
Zu Grimms Zeiten gab es keine verbindliche Rechtschreibung. So ein Wort wie keien wird je nach Ausgabe auch gheien +kajen+ oder sonstwie geschrieben. http://blog.tagesanzeiger.ch/hugostamm/index.php/33784/der-mythos-v...
Wer solche alten Texte liest, verstehen oder übersetzen will, wird sich schon die entsprechenden Nachschlagewerke und Recherchemöglichkeiten beschaffen, aber eher selten in dict nachschlagen. wo mittelalterliche Schreibweisen nur ganz sporadisch zu finden sind.
Antwort: 
Dracs  #835227
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-23, 13:52  like dislike  Spam?  
Du schreibst: "Ich jedenfalls werde meine Energie nicht für solchen Quatsch vergeuden."

Quatsch, der sich --  zumindest vereinzelt -- selbst in deutschen Klassikern findet. Aber auf die vor dem Undelete nachgereichten Quellen bist du ja gar nicht eingegangen  

Immerhin verlangst du von den anderen dictlern, ihre Zeit für Einträge wie dein moreon  zu vergeuden. #835215
Das ist unter diesen Umständen schon ein klein wenig gewagt.
Antwort: 
Dracs  #835259
von ddr (AT), 2016-02-23, 15:43  like dislike  Spam?  
dict.cc bietet - soweit ich das beurteilen kann - relativ viele alte, ausgefallene und regionale Ausdrücke an. Ich nehme schon an, dass Leute, die das bemerkt haben und sich mit Materien beschäftigen, in denen solche Ausdrücke häufiger vorkommen, hier nachschlagen. Na, ich wünsche es mir wenigstens.
Antwort: 
Paul  #835452
von rabend (DE/FR), 2016-02-25, 13:29  like dislike  Spam?  
Wärst du damit einverstanden, die eckigen Klammern der EN Seit [to fall] ohne erneutes Reopen zu entfernen?

Sie gefällt uns allen ja nicht.

Also:

to fall = keien [+Tags]

statt:

[to fall] = keien [+Tags]
Antwort: 
von Paul (AT), 2016-02-25, 14:01  like dislike  Spam?  
 #835456
Okay, habe die Klammern entfernt. Bitte die Personen, die für diese Version sind, sie unter http://contribute.dict.cc/?action=edit&id=1316113 zu bestätigen!
Antwort: 
What is a new pair for purposes of undelete votes?  #835519
von polarjud (US), 2016-02-25, 18:59  like dislike  Spam?  
I am okay with the solution here although I am still confused about what sorts of alterations to the original pair are allowed in combination with a vote to undelete.  The guidelines say not to use an undelete to create a new pair, but what is a new pair?  Evidently, tinkering with tags is allowed.  Corrections of spelling errors, too?  Removing or adding square brackets around the main entry on one side?  Some more details on these fine points in the guidelines would have caused me to vote differently on the second delete vote.  My first delete vote was more a matter of taste and judgment.  When these go against me, I have stopped struggling about the deletes.  Just try to keep moving forward with useful stuff
Antwort: 
polarjud. Die EINTRÄGE selbst müssen übereinstimmen.  #835537
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-25, 20:58  like dislike  Spam?  
Hier EN to fall = DE keien.

Der Rest ist nebensächlich. Mein Ursprungseintrag war richtig und belegt. Er wurde aus angeblichen "Seltenheits- oder Regionalsprachlichkeitsgründen" von einem Mitarbeiter abgelehnt, der hier selbst "moreon" [sic] eingegeben hat:

#835263

Und du selbst hast übrigens auch schon -- ohne Textbeispiel! -- den meisten Deutschen völlig unbekannte Dinge eingegeben, wie etwa plieren

http://contribute.dict.cc/?action=show-history&id=1309822

Ich habe vor dem Reopen nach weiteren Belegen geforscht, sie gefunden, und infolgedessen die Tags erweitert -- um die ganze Sache tatsächlich narrensicher  zu machen. Am Eintrag selbst wurde nichts verändert. Alles klar?
Antwort: 
Neuregelung für "sprachlichen Seltenheiten/Kuriositäten"  #835552
von tomaquinaten (US/DE), Last modified: 2016-02-26, 01:51  like dislike  Spam?  
Da ich mich hier nicht früh gemeldet hatte, wurde ich über den Fortgang dieser Debatte nicht weiter benachrichtigt, und so habe ich den Ausgang auch nicht mitbekommen. Falls es anderen so ergangen ist und damit ich wieder über eventuelle weitere Beiträge benachrichtigt werde, versuche ich jetzt den neuesten Stand zusammenzufassen:

Am 2016.02.20 hat Paul in seinem Beitrag #834919  (Thread #834874) einen neuen GL für solche Einträge zur Diskussion gestellt. Demnach sollten solche Einträge weiterhin zugelassen werden, aber nur in der Form einer eingeklmmerten Erklärung auf der Gegenseite, die bei Recherchen dann nicht  in der Ergebnisliste erscheint. Es folgte eine hitzige Debatte, die dann im hiesigen Thread #835149) fortgeführt wurde.

GEGEN die neue Regelung wurden vor allem drei Argumente geltend gemacht:
1) es gibt schon Tausende bisherige Einträge, die als normale Übersetzungen behandelt wurden. Wer soll
        sie alle umbauen?
2) wer entscheidet, ob ein Ausdruck  " very rare, dated, regional, colloquial and/or otherwise unknown to
        the vast majority of native speakers, but its existence can still be proved beyond doubt", und nach
        welchen Kriterien soll diese Entscheidung getroffen und von anderen Votern überprüft werden?
3) die entsprechende Tags "rare, dated, regional, colloquial" usw. stellen eine ausreichende Warnung vor
        einem aktiven Gebrauch des so gekennzeichneten Ausdrucks dar: Benutzer wenden sich an Dict.cc
        mit zwei höchst unterschiedliche Absichten  (so Catesse, 2016-02-23, 01:50 #835174 oben):
        We must never lose sight of the fact that there are two different usages for dict.
                 1. To obtain a word to use in a text that you are writing.
                 2. To understand a word in a text that you are reading.
              The criteria are different, and perhaps there should be clearer warnings that some words included
               for use under (2) are totally unsuitable for the purpose of (1)."
               Und auf rabend's Rückfrage ( #835175), ob die vorhandenen Tags nicht ausreichen, antwortete
              Catesse #835176): "The tags are there. They can be used in the case of weird words, so the
              Angst may be overdone. But are they always used?"

So setzte sich die Meinung durch, dass Paul's Vorschlag weder praktikabel noch hilfreich ist, und dass mit den vorhandenen Tags, wenn sie konsequent angewendet werden, den Benutzer ausreichend gegen einen aktiven Gebrauch eines seltenen Ausdrucks gewarnt ist.
In dem Paul die Entfernung der nach der neuen Regelung gesetzten Klammern beim Eintrag für
    "keien [hochsprachl. veraltet, noch ugs. südwestd. und schweiz.] [auch: gheien] [fallen]
     (http://contribute.dict.cc/?action=edit&id=1316113)
zustimmte, nahm er stillschweigend seinen früheren Vorschlag zurück.

Es ist denn NACH WIE VOR MÖGLICH, Übersetzungs-Einträge (und nicht bloß Erklärungs-Einträge) für "sprachliche Seltenheiten/Kuriositäten" zu machen, auch wenn der Ausdruck als "otherwise unknown to the vast majority of native speakers [gilt], but its existence can still be proved beyond doubt" (Paul,   #834919).

NUN HAT ABER polarjud ( #835519) erneut die Frage nach den Delete/Undelete-Kriterien bzw. nach der Auslegung von GL15, §8 (und damit indirekt auch von GL 3, vor allem "Fineprint" §2)  gestellt: "what sorts of alterations to the original pair are allowed in combination with a vote to [delete or] undelete?"
Er listet folgende offensichtlich erlaubte Änderungen auf:
--   corrections of spelling errors [auch andere Formfehler, z.B. Interpunktions, Gender, Kasus?]
--   removing or adding square brackets [um die Bedeutung und den Gebrauch zu verdeutlichen].
Und implizit stellt er eine weitere Frage nach zureichender Begründung, indem er berichtet, dass er sein erstes Delete-Votum "was more a matter of taste and judgment". Diese Frage nach zureichender Begründung wurde auch in Paul's Beitrag ( #834919) angedeutet, wo er schreibt: "If a term is very rare, dated, regional, colloquial and/or otherwise unknown to the vast majority of native speakers, but its existence can still be proved beyond doubt, the term can still be added ...". Worin besteht aber  "proof beyond a doubt"?

Auf diese Frage nach der Begründung habe ich zweimal versucht, eine (unsere bisherige Praxis zusammenfassende) Antwort zu geben:
1) grundsätzlich im Beitrag #834500: What counts as a "verifiable source"?  Does the absence of a linked Internet source justify delete?
UND
2) pointiert auf "sprachliche Seltenheiten" im Beitrag #834957: Wann gilt ein Ausdruck als "selten" / "rare"?

Meine Ausführungen dort sind kompliziert -- zu kompliziert, um als einfache Faustrergel zu gelten; man sollte aber die Frage erst in seiner vollen Breite und Tiefe betrachten, bevor man versucht, knappe Faustregel zu formulieren. Gern würde ich letztere Aufgabe anderen besser qualifizierten überlassen, vor allem Paul. Am besten sollten die Frage nach Praxisregeln für ausreichende Begründung in einem eigenen neuen Thread diskutiert werden, da die bisherigen Threads nicht mehr überschaubar sind.

Hier ist wieder ein Beispiel dafür, dass die knappen GLs durch ausführlichere interpretierende Praxisregel ergänzt werden müssen. Nur dadurch kehrt die erwünschte Votingsicherheit ein. Man muss nicht die Praxisregel wie die GLs auswendig wissen, man muss aber wissen, wo man sie findet, um sich in Zweifelsfall zu vergewissern und um sich darauf im Konfliktfall zu berufen.
Antwort: 
Narrensicher. Excellent!  #835553
von polarjud (US), 2016-02-26, 02:10  like dislike  Spam?  
I enter all sorts of strange German entries, that is true. But we have in the past decided not to try to enter every word of Swiss German (every canton, too) into dict.cc. I thought that keien crossed the line into Mundart.
Antwort: 
Tomaquinaten  #835556
von polarjud (US), 2016-02-26, 04:48  like dislike  Spam?  
Nicely written!  But after thinking about it more, I think the real issue is how much Mundart to enter.All of my of odd entries are from published sources.  Articles, journals, and novels.  Keien is, I think, only vernacular.
Antwort: 
polarjud: A good question! Regional, Ja / Mundart, Nein?  #835558
von tomaquinaten (US/DE), 2016-02-26, 06:03  like dislike  Spam?  
Damit wir diese Frage sauber getrennt von den anderen Fragen diskutieren können, mache ich einen neuen Thread auf: #835557
      Mundart vs Regional: wo liegt die Grenze zwischen zugelassenen und nicht-zugelassenen Dict.cc
      Einträgen?

Lassen wir uns dort, bitte, diese Frage weiter diskutieren.
Antwort: 
polarjud. Lies bitte die gegebenen Belege, bevor du dich über einen Eintrag äußerst.  #835625
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-02-27, 11:34  like dislike  Spam?  
Das Verb "keien" kommt u. a. in einer klassischen Gedichtübersetzung von Hammer-Purgstall vor, und findet sich also nicht nur in einer gedruckten Quelle, sondern in einem deutschen Klassiker. Und diese Quelle wurde vor der Neuöffnung nachgereicht, und du hast den Eintrag dennoch erneut abgelehnt. Man muss also davon ausgehen, dass du die Belege schlicht und einfach nicht konsultiert hat. D. h., du hast blind abgestimmt.
Ebenso findet sich das Verb aber, wie von Anfang an erwähnt, im Grimm  -- und das ist kein Mundartwörterbuch.
Dass man "keien" selbstverständlich auch bei JP Hebel findet, sei nur nebenbei bemerkt, denn Hebel war ein deutscher Klassiker, der auch in Mundart schrieb, und deshalb hier nicht unbedingt anzuführen ist.  

Wikipedia(EN): Joseph_von_Hammer-Purgstall
Antwort: 
It was an honest mistake, Rabend  #836419
von polarjud (US), 2016-03-04, 04:31  like dislike  Spam?  
I am obviously wrong about keien being only vernacular.  But that was the reason for my original vote to delete.  In fairness to me, I think it was a close call.  I am admittedly not very familiar with classic German literature.
Antwort: 
Danke, polarjud.  #836495
von rabend (DE/FR), 2016-03-05, 11:59  like dislike  Spam?  

Optional: Login | Registrieren 
  Frage beantworten oder Kommentar hinzufügen
Please log in to post an answer to this thread - or post a new question.
nach oben | home© 2002 - 2020 Paul Hemetsberger | Impressum / Datenschutz
Dieses Deutsch-Englisch-Wörterbuch basiert auf der Idee der freien Weitergabe von Wissen. Mehr dazu
Enthält Übersetzungen von der TU Chemnitz sowie aus Mr Honey's Business Dictionary (Englisch/Deutsch). Vielen Dank dafür!
Links auf dieses Wörterbuch oder einzelne Übersetzungen sind herzlich willkommen! Fragen und Antworten
Werbung