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Deutsch-Englisch-Wörterbuch

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Frage:
Subject neol.  
von rabend (DE/FR), Last modified: 2016-03-21, 20:51  like dislike  Spam?  
Wie ist eurer Meinung nach mit dem Subject neol. umzugehen, wenn nur die eine Seite einen Neologismus darstellt (etwa im Deutschen, weil neuerdings aus dem Englischen übernommen)?

Auch unser Subject neol. stellt ein kleines Problem dar, da es eben nicht unbedingt für beide Seiten gilt, und letzten Endes eher zu den Sprachebenen-Tags gehört.  

Für mich ist z. B. DE Coach/Coachin ein Neologismus, denn bis vor wenigen Jahren war das ein/-e Trainer/-in, Betreuer/-in oder Berater/-in. Ebenso das Verb jdn. coachen. Die EN Seite ist es keineswegs und geht auch sehr viel weiter als der neudeutsche Anglizismus.

http://contribute.dict.cc/?action=edit&id=1319569&goback=2

http://www.infoquelle.de/job_karriere/karriere_lebensqualitaet/coac...

http://www.duden.de/rechtschreibung/Coach_Sportlehrer_Trainer
Antwort: 
In diesem Fall müsste [neol.] in eckigen Klammern auf die DE-Seite. Und das Subject ganz weg, so ähnlich wie bei [idiom]..  #838018
von parker11 (DE), Last modified: 2016-03-22, 04:27  like dislike  Spam?  
Mir stellt sich aber vielmehr die Frage, ob wir Anglizismen überhaupt als Neologismen behandeln sollen.

siehe: Wikipedia(DE): Neologismus
Wörter, die aus einer anderen Sprache entlehnt sind (beispielsweise downloaden aus dem Englischen) und in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, werden oft als Neologismen gesehen und entsprechend lexikographisch erfasst; im engeren Sinne sind sie aber keine Neuschöpfungen, somit keine Neologismen.
Antwort: 
VORSCHLAG: Subjekt stilllegen und nach und nach die Einträge überarbeiten  #838021
von tomaquinaten (US/DE), Last modified: 2016-03-22, 08:19  like dislike  Spam?  
Von diesem Subjekt habe ich nie viel gehalten. Es wurde nie konsequent verwendet und läßt zuviel Raum für subjektive Beurteilungen. Fast nie gilt die Etikettierung für beide Seiten der Übersetzungsgleichung. Eine inflationäre Verwendung, z.B. für alle Anglizismen in der deutschen Sprache, würde ihn wertlos als Warnhinweis machen; für eine restriktive Handhabung gibt es aber keine stichhaltige Kriteria. Nachdem wir das wesentlich hilfreicher Idiom-Subject und den entsprechenden Tag abgeschaft haben, sehe ich keinen Grund das Neologismen-Subjekt nicht ebenfalls abzuschaffen. Tags wie [coll.], [slang], [rare] oder Subjects wie "Internet" werden in den meisten Fällen ausreichen. Anderereseits gibt es doch seltene Fälle, wo der Tag von Nutzen sein könnte, z.B. der Eintrag
        deukisch [ugs.] [deutsch-türkisch]   =   [neologism invented by German Turks for German-Turkish]
              In diesem Fall ist der Ausdruck Bestandteil einer Erklärung an Stelle einer Übersetzung.

WAS TUN?  Gegenwärtig gibt es 441 Einträge unter diesem Subjekt; in fast allen Fällen betrifft die Etikette nur die eine oder die andere Seite der Übersetzungsgleichung. Bei geschätzt ein Drittel der Fälle könnte das Subjekt ohne Informationsverlust ersatzlos getilgt werden; in den anderen Fällen wäre aber eine Überarbeitung erforderlich, um Gebrauchshinweise hinzu zu fügen oder Übersetzungen in Klammererklärungen umzuwandeln. Deswegen ist mein Vorschlag: das Subjekt sofort still zu legen und für weiteren Gebrauch zu sperren aber bei den bisherigen Einträgen vorerst stehen zu lassen, damit diese nach und nach überarbeitet werden können.
Antwort: 
Subject reicht wohl in den meisten Fällen  #838028
von Wenz (DE), 2016-03-22, 09:09  like dislike  Spam?  
Und letztlich kommen wir nicht drum herum, die "engl. eingedeutschten Versionen" zu nehmen. In der Fachsprache sowieso wichtig (und irgendwann kennt man die Präferenzen seiner Kunden, ob  eher engl. oder dt. Ausdrucksweise - falls vorhanden).
Bei IT sehe ich überhaupt kein Problem. Auch nicht beim Subject QM (als Oberbegriff). Und auch in der Medizin und Technik gibt es häufig sogar keinen dt. Ausdruck - allein schon, wenn ich an alle bildgebenden Systeme denke.
Und auch bei weiteren Subjects:   gastr., cloth., dance, drugs,  ...
Also ich brauche kein NEOL. bei
verlinken, Demand-Management, Produkt-Design/er, twerken
Antwort: 
Wenz: ich glaube nicht, dass man in  Fachbereichen wie IT, Medizin, Technik, Demand-Management etc. überhaupt von Neologismen sprechen kann.  #838033
von parker11 (DE), Last modified: 2016-03-22, 09:57  like dislike  Spam?  
siehe auch meinen obigen Einwand. Anglizismen = Neologismen ???? Ich glaube, eher nicht.
Antwort: 
Falls jüngst in eine Sprache übernommene Anglizismen keine Neologismen in dieser Sprache sind:    #838034
von rabend (DE/FR), 2016-03-22, 10:30  like dislike  Spam?  
Wie weisen wir dann den Nicht-DE-Muttersprachler darauf hin, dass/wann ein solches Wort möglicherweise unangemessen ist?  Bzw., dass das deutsche Wort im Allgemeinen sehr viel üblicher ist?  Er kann das vom EN her nicht erraten.
Ich würde EN-Muttersprachler also weiterhin gerne vor gewissen Anglizismen warnen -- wie z. B. DE Coach. Oft handelt es sich um einen reinen Modeausdruck, der nur hin und wieder passt, tatsächlich keine sprachliche Lücke schließt, sondern nur "Modernität" vorgaukeln soll, da die klassischen DE Entsprechungen nun einmal biederer klingen.
Antwort: 
Ich schließe mich tomaquinatens Vorschlag von 08:19  an.   #838037
von rabend (DE/FR), 2016-03-22, 10:41  like dislike  Spam?  
Antwort: 
Und ich ergänze meinen Vorschlag im Lichte rabends Bemerkung in #838034  #838059
von tomaquinaten (US/DE), Last modified: 2016-03-22, 11:53  like dislike  Spam?  
Es gibt tatsächlich Modeworte, vor deren Gebrauch gewarnt werden soll. Das sind nicht die fachsprachliche Begriffe, von denen Wenz oben [ #838028] redet. Es sind eher auffällige Schlagworte, die Journalisten oder Werbetexter kreieren, um Headlines zu schreiben oder Texte aufzulockern. Viele verschwinden nach einiger Zeit, andere werden aufgegriffen als Kolloquialismen oder Slang, vor allem wenn sie etwas benennen, was bisher nicht so knapp und treffend mit der etablierten Sprache ausgedruckt werden kann. Und in einigen Fällen verdrängen sie sogar den klassischen Ausdruck, vor allem wenn sie eine soziale Akzentverschiebung widerspiegeln. So ist "Shopping" leider auf dem Weg, den klassischen Substantiv "Einkaufen" zu verdrängen, vielleicht weil "Shopping" eine lustvolle Tätigkeit ohne feste Absichten suggeriert im Gegensatz zu "Einkaufen" als eine lustlose, mühselige Besorgung des Allernötigsten. Die Grenzen hier sind fließend und es ist nicht möglich, die Karriere solcher Modeworte vorauszusehen. So ist es sinnvoll, vor deren unkritischen Gebrauch zu warnen. Aber feste Regeln dafür lassen sich nicht verschreiben, und es lohnt sich nicht hier iun Dict.cc darüber zu streiten.

Trotzdem is IMHO der Fachausdruck "neologism" wenig geeignet, hier in Dict.cc eine solche Warnung auszudrucken; deswegen würde ich lieber [buzzword] / [Modewort] als Tag verwenden und empfehlen, im Sinne von rabends Beitrag, den Tag zu einer Erläuterung auszubauen, etwa
           coach =   Coach {m} [Modewort für "Trainer"]
Gerade diese Beispiel zeigt aber die Problematik solcher Ausdrücke auf. "Trainer" war ursprünglich ein Neologismus, der gegen Ende des 19. Jh im Deutsche aus dem EN übernommen wurde [Siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/Trainer], weil es im DE, zu der Zeit als der Sport sich im deutschsprachigen Raum ausbreitete, keinen geeigneten Ausdruck für diese berufliche Tätigkeit gab. Nun ist "Coach" aber heute sich auf dem Weg im DE aus dem sportliochen  Wortfeld von "Trainer" zu emanzipieren, wenn es sich nicht um sportlich-körperlichhes Training, sondern um psychologisches Training handelt. Sollte dieser Trend sich durchsetzen, wird man eines Tages vielleicht zwei Einträge machen müssen:
          coach [sports]    =   Coach {m} [Modewort für "Trainer"]
          coach [psychol.]   =   Coach {m}
Antwort: 
tom-: leicht off-topic: einkaufen und shoppen  #838066
von parker11 (DE), Last modified: 2016-03-22, 12:20  like dislike  Spam?  
Shopping ist zwar ein Neologismus, aber nicht das gleiche wie Einkaufen. Insofern kann Shopping das Wort Einkaufen nicht ganz verdrängen.

Wenn man zum Einkaufen geht, besorgt man vor allem Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs.
Wenn man Shopping betreibt, ist das eher eine Freizeitbeschäftigung, ich würde es mit dem deutschen Einkaufsbummel gleichsetzen. Hier geht es meist um Kleidung, Mode, etc.
Beide Begriffe sind übrigens nicht im Gebrauch, wenn man ein Auto, einen Computer, eine Stereo-Anlage, etc. kauft. Man kauft kein Auto ein und man besorgt es sich auch nicht im Shopping. ;-)
Chat:     
Trainerausbildung und Coachausbildung   #838072
von Wenz (DE), Last modified: 2016-03-22, 12:45  like dislike  Spam?  
Aber auch bei Coach / Trainer ist es kompliziert und deshalb legen wir uns mit Klammern fest, was event. nicht ganz so gut ist.
Ich weiß, es gibt auch noch den Unterschied Trainer und Coach im Qualitätsmangement ... aber ich kann im Moment keine Quellen liefern. Und es ist auch egal, ... ich würde von einer Erklärungsklammer absehen.

https://www.bz.dresden.ihk.de/servlet/veranstaltung?veranst_id=5493...
Antwort: 
parker und Wenz  #838159
von tomaquinaten (US/DE), 2016-03-23, 09:44  like dislike  Spam?  
Euer Beiträge bestätigen, wie schwiereig es sein ist, unter Neologismen diejenigen zu identifizieren, vor deren Gebrauch zu warnen ist. In den allermeisten Fällen werden Neologismen eingeführt und aufgegriffen, weil sie in eine Lücke im bestehenden Wortschatz hinein stoßen, entweder um einen engeren Begriff zu benennen oder besondere Akzente zu setzen. Beides zeigt sich an den hier diskutierten Beispiele:
--   "Shopping" ist enger als "Einkaufen", weil letzteres, wie parker bemerkt, meistens für die Besorgung mit
      Artikeln des täglichen Bedarfs verwendet wird; "Shopping" bezeichnet dagegen eine lustvolle
      Freizeitbeschäftigung, bei der man Ausschau nach "Luxusgüter", vor allem Kleider, hält. Bisher hat man
      dafür "Einkaufsbummel" verwendet, aber "-bummel" klingt leicht abwertend. So kann es gut sein, dass
      "Shopping" das Wort "Einkaufsbummel" eines Tages völlig verdrängt. Interessanterweise, hat Duden
      inzwischen das Wort "Shopping" im Sinne von "Einkaufen" aufgegriffen und vergibt keinen
      einschränkenden Gebrauchshinweis wie "Slang" oder "Jargon". Siehe
       http://www.duden.de/rechtschreibung/Shopping
--    Ähnlich bei "Coach" [Siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/Coach_Sportlehrer_Trainer]. Duden
      unterscheidet zwei Bedeutungen und vergibt keine einschränkende Gebrauchshinweise:
               1.  jemand, der Sportler oder eine Sportmannschaft, auch Manager, Künstler u. a. trainiert,
                        betreut
               2.  jemand, der [anhand von wissenschaftlich begründeten Methoden] einen Klienten berät und
                        betreut, um dessen berufliches Potenzial zu fördern und weiterzuentwickeln.
       Offensichtlich passen beide Bedeutungen in Lücken des bisherigen Wortschatzes hinein. Beim Sport
       wird vielleicht den Aspekt der "Betreuung" hervorgehoben. Bei der zweiten Bedeutung stehen die
       Methode und die Zielgruppe im Vordergrund.
--    Das Wort "Sale" dagegen wertet Duden als "Jargon" und definiert es als "Schlussverkauf zu
       ermäßigten Preisen". Aber auch hier ist eine Wandlung zu beobachten. Nachdem die Schlußverkaufs-
       regelung vor einigen Jahren gelockert wurde, wird das Wort "Sale" für jede Sonderaktion zum
       ermäßigten Preisen verwendet. auch hier tat sich eine Lücke zwischen "Schlußverkauf" und
       "Ausverkauf" auf, die nun mit dem EN-Lehnwort gefüllt wurde inzwischen steht der Preisnachlaß im
       Vordergrund..

Ich weiß, dass die Deskriptivismuspolitik der Duden-Redaktion umstritten ist und dass ihre Entscheidungen oft kritisiert werden, dennoch meine ich, dass wir davon lernen sollen. Wenn die Duden-Redaktion so vorsichtig ist mit der Vergabe von Wertungen, um so vorsichtiger sollen wir sein. Was als Jargon oder Modewort beginnt, kann sich schnell zu einer eckten Lückenfüller mäusern. Wir Dict.cc-ler haben allgemein nicht den erforderlichen sprachwissenschaftlichen Scharfsinn und wir verfügen nicht über einen dafür erforderlich8en wissenschaftlich aufgebauten Corpus, um treffsicher Entscheidungen dieser Art zu treffen. So ist die Gefahr groß, dass bei unseren Wertungsversuchen subjektive Neigungen einzelner Voter ausschlaggebend  sein werden. Damit sind aber unserer Benutzer nicht gedient.

http://www.duden.de/rechtschreibung/Sale
Antwort: 
von Paul (AT), 2016-03-29, 12:35  like dislike  Spam?  
 #838642

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