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Deutsch-Englisch-Wörterbuch

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Frage:
das Deppenleerzeichen  
von romy (CZ/GB), 2018-11-17, 10:27  like dislike  Spam?  
Diesmal keine Frage, sondern eine Bitte an alle Übersetzer und Textautoren. Die falsche oder fehlende Durchkopplung bei Komposita ist wohl der häufigste Fehler, den leider sogar viele Profi-Linguisten machen, und ich habe den Eindruck, es werden in letzter Zeit immer mehr. Beim Korrekturlesen bekomme ich da manchmal regelrechte Wutanfälle.
Daher meine Aufforderung: Bitte einmal gründlich informieren und dann nie wieder falsch machen!
Hier sind einige nützliche Links:
https://www.t-online.de/leben/id_81069380/deutsche-rechtschreibung-...
Wikipedia(DE): Durchkopplung
https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich
Antwort: 
Super! Richtig, romy!  #900178
von Wenz (DE), Last modified: 2018-11-17, 11:35  like dislike  Spam?  
Im Internet lässt sich beobachten, dass fälschlicherweise oft nicht durchgekoppelt wird, sondern Wörter unverbunden nebeneinanderstehen.
https://de.wiktionary.org/wiki/durchkoppeln

Obiges kann ich nur bestätigen.Ich habe mich einmal bei einem Typen, der speziell dafür geschult ist, "Sachen" ins Netz zu stellen, beschwert, weil er den bzw. die Bindestriche bei "Eigennamen" nicht gemacht hat. Er hat mir erklärt, daß das etwas mit dem Sofort-Finden (Treffer !!!) im Google zu tun hat. Ich kann es nicht erklären, ich kenn mich da nicht aus und deshalb weiß ich auch nicht, ob das stimmt.
Chat:     
von romy (CZ/GB), Last modified: 2018-11-17, 12:04  like dislike  Spam?  
 #900179
Hallo Wenz! Danke für das Teilen deiner Geschichte. Die "Begründung" dieses Schreiberlings ist wohl kaum eine stichhaltige Entschuldigung. Falls das mit den Google-Treffern stimmt (ich kenne mich damit auch nicht aus), ist es doch gar kein Problem, statt einem "Sydney Opernhaus Orchester" oder dem "Wolfgang Mozart Musikstück" einfach "das Orchester des Opernhauses von Sydney" und "ein Musikstück von Wolfgang Mozart" zu schreiben. Ist das wirklich so schwer?
Chat:     
von MichaelK (US), Last modified: 2018-11-17, 14:51  like dislike  Spam?  
 #900180
With default settings, text layout programs generally treat hyphenated words as one word. Because long words create difficulties in web design (especially if the text is supposed to be read on a phone), inexperienced layout peeps sometimes remove the hyphens put there by the writer or translator. At the link, an illustration of the long-word layout difficulty using an extreme example.

CSS = Cascading Style Sheets, which is, quote: "a cornerstone technology of the World Wide Web."

https://justmarkup.com/log/2015/07/dealing-with-long-words-in-css/
Antwort: 
Deppenleerzeichen   #900182
von oldtrout, 2018-11-17, 14:32  like dislike  Spam?  87.144.246...
Ich bin sicher, der Unfug kommt aus dem englischen Sprachraum, wo Bindestriche eher selten sind.
Antwort: 
Bei Eigennamen unschön und nicht nachvollziehbar...  #900184
von Gobber (DE/IO), 2018-11-17, 14:35  like dislike  Spam?  
Eine blöde Regel!
Konrad Duden.
Konrad-Duden-Biografie.
Warum?
Antwort: 
Warum nicht?  #900185
von romy (CZ/GB), 2018-11-17, 14:46  like dislike  Spam?  
Die Bindestriche helfen wunderbar zu verstehen, welche Wörter zusammengehören und dass sie zusammen einen einzigen Begriff bilden. Es wird deutlich, dass dies nicht nur irgendwelche zusammengewürfelten Wörter sind wie etwa bei: "Eigennamen und Substantive wie Konrad, Duden, Biographie und ähnliche sind im Deutschen groß zu schreiben." Die Durchkopplungsregel hat durchaus ihren Sinn und ich finde nichts Unschönes daran.
Antwort: 
Aha! Dann schreibe ich jetzt ab sofort Konrad-Duden, damit...  #900186
von Gobber (DE/IO), 2018-11-17, 15:04  like dislike  Spam?  
...man "wunderbar versteht, welche Wörter zusammengehören", also dass Konrad (Vorname) und Duden (Nachname) zusammengehören? Da das bei Eigennamen kein Mensch braucht, warum plötzlich, wenn ein drittes Wort dazukommt? Verwirrt sogar zusätzlich bei Doppelnamen!
Der Typ könnte nämlich auch Paul Konrad-Duden heißen! ;)
Chat:     
von romy (CZ/GB), 2018-11-17, 15:29  like dislike  Spam?  
 #900187
Gobber, Regeln haben ihren Sinn. Eine andere Regel besagt, dass Vor- und Zunamen und sonstige Eigennamen nicht durch Bindestriche verbunden werden. Du darfst gerne von der Annemarie Wartburga Hannelore von Meier-Müllerbergen und von der Deutschen Gemeinschaft der Freunde der Grammatikregeln sprechen, ohne Bindestriche dazwischenzusetzen. Erst wenn es um die Annemarie-Wartburga-Hannelore-von-Meier-Müllerbergen-Straße oder die Deutsche-Gemeinschaft-der-Freunde-der-Grammatikregeln-Forumsseite geht, müssen sie rein!
Antwort: 
Romy! Natürlich haben Regeln ihren Sinn! Aber eben nicht alle!!;)  #900188
von Gobber (DE/IO), 2018-11-17, 16:12  like dislike  Spam?  
Der Sinn erschließt sich mir nicht: Warum werden Eigennamen ohne Bindestrich geschrieben und verstanden, aber wenn ein weiteres Wort dazukommt, braucht man plötzlich Verständnis Hilfe durch Bindestriche?
Apropos Regeln und Sinn: Der Duden hat sogar den Deppen-Apostrophen jetzt zur REGEL gemacht! Wir sind verloren!! ;)
Antwort: 
Gobber: Na ja, ganz zur "Regel" kann man nicht sagen ... Ich nehme an, Du beziehst  #900190
von Wenz (DE), 2018-11-17, 17:00  like dislike  Spam?  
Dich besonders auf  - Andrea's Blumenecke (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas)
- Willi's Würstchenbude ---- siehe unten!

Ich kopiere ein paar Passagen von meiner Duden-CD - nicht relevante Beispiele habe ich weggelassen, aber das Problem müßte doch auch im Online-Duden erklärt sein, nur find ich es nicht:

Bei Auslassungen
K 13 Man setzt einen Apostroph bei Wörtern mit Auslassungen, wenn die verkürzten Wortformen sonst schwer lesbar oder missverständlich wären <§ 96 (2)>.

- Schlaf nun selig und süß, schau im Traum 's Paradies.
- Dass aber der Wein von Ewigkeit sei, daran zweifl' ich nicht ...
- Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten.
- 's ist schon spät.
- Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll ...
--------
K 14 Man kann einen Apostroph setzen, wenn Wörter der gesprochenen Sprache mit Auslassungen schriftlich wiedergegeben werden und sonst schwer verständlich sind <§ 97>.

So 'n Blödsinn!
- Nimm 'ne andere Farbe.
- Gehen S' 'nauf!
- Er hat g'nug.
- Sie saß auf'm Tisch.
- Wir gehen in 'n Zirkus.
- Wie du's haben willst.
- Da fährt sich's schlecht.
--------------
4. Bei umgangssprachlichen Verbindungen eines Verbs oder einer Konjunktion mit dem Pronomen es ist der Apostroph entbehrlich; er wird jedoch häufig verwendet.

- Wie gehts (auch: geht's) dir?
- Nimms (auch: Nimm's) nicht so schwer.
- Wenns (auch: Wenn's) weiter nichts ist ...

15 Man setzt einen Apostroph bei Wörtern mit Auslassungen im Wortinneren <§ 96 (3)>.
- D'dorf (für: Düsseldorf)
- Ku'damm (für: Kurfürstendamm)
- Lu'hafen (für: Ludwigshafen)
- M'gladbach (für: Mönchengladbach)

Bei Namen
K 16
1. Der Apostroph steht zur Kennzeichnung des Genitivs (Wesfalls) von Namen, die auf s, ss, ß, tz, z, x, ce enden und keinen Artikel o. Ä. bei sich haben. Das gilt auch, wenn diese Endungen im Nominativ nicht ausgesprochen werden <§ 96 (1)>.

- Hans Sachs' Gedichte, Le Mans' Umgebung, Grass' Blechtrommel, Voß' Übersetzung, Ringelnatz' Gedichte, Càdiz' Hafen, Marx' Philosophie, das Leben Johannes' des Täufers, Maurice' Freundin, Amiens' Kathedrale

(aber: die Gedichte des Hans Sachs, das Leben des Johannes)

2. *Nicht als Auslassungszeichen, sondern in Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens wird der Apostroph gelegentlich in folgenden Fällen gebraucht*:

a) Vor der Adjektivendung -sch.
- die Grimm'schen Märchen (neben: die grimmschen Märchen)
- der Ohm'sche Widerstand (neben: der ohmsche Widerstand)

 b) Vor dem Genitiv-s <§ 97E>.
- Andrea's Blumenecke (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas)
- Willi's Würstchenbude

Normalerweise wird vor einem Genitiv-s kein Apostroph gesetzt. Das gilt auch für Genitiv-s und Plural-s bei Initialwörtern und Abkürzungen.
- Brechts Dramen
- Hamburgs Reedereien
- des Lkws, die GmbHs, B.s Dramen,
- des Bds.
© Duden - Die deutsche Rechtschreibung, 25. Aufl. Mannheim 2009 [CD-ROM]
Chat:     
Gobber  #900192
von hausamsee (DE), Last modified: 2018-11-17, 18:28  like dislike  Spam?  
Bei Zusammensetzungen, deren erste Bestandteile aus Namen bestehen, wird durchgekoppelt. Der Duden verweist in D137 auf § 50 des amtlichen Regelwerks. Dort heißt es ( Vorbemerkung (2)):

"Die Schreibung mit Bindestrich bei Eigennamen entspricht nicht immer den folgenden Regeln, so dass nur allgemeine Hinweise gegeben werden können. Zusammensetzungen aus Eigennamen und Substantiv zur Benennung von Schulen, Universitäten, Betrieben, Firmen und ähnlichen Institutionen werden so geschrieben, wie sie amtlich festgelegt sind. In Zweifelsfällen sollte man nach § 46 bis § 52 schreiben."

In den meisten Fällen kann man sich also einfach nach der amtlichen Festlegung richten.

Wiki behandelt Fälle wie „Auferstanden aus Ruinen“-Hymne, die nicht Teil der amtlichen Rechtschreibregeln sind und "semantisch" falsch seien. Den Einzelnachweisen (10. und 11.) bin ich nachgegangen. Daniel Scholten argumentiert, recht schlüssig, wie ich finde, dass es sich bei

zu Guttenberg-Kaserne (falsch)
"Erste Hilfe"-Kasten (falsch)

um jeweils ein Wort handelt. Ein Wort beginne und ende aber nun mal mit einem Leerzeichen. Aus diesem Grunde werde  - anders als bei obigen Beispielen - durchgekoppelt. Anführungszeichen als Verlegenheitslösung machen die Situation nicht besser. Im Gegenteil sei es nicht möglich, "nur einen Teil eines Wor­tes anzu­füh­ren und den Rest nicht. Ein Wort kann nicht mit einem Teil auf der Ebene des Dinge und mit dem Rest auf der Ebene der Zeichen stehen". Nicht anders bei anderem Schriftschnitt: +Harry Potter+-Roman. Nichts hat sich verbessert. Paul hat die entsprechende Formatierung mit "+" für kursive Wortteile kurzerhand verunmöglicht. (!)

Beim Beispiel aus D 137, Goethe-und-Schiller-Denkmal, handelt es sich um ist ein Wort. Ich finde das Ganze doch recht schlüssig, mit anderen Worten: in dem Fall kann ich es mir auch gut merken. So kompliziert es eigentlich nicht.

http://www.belleslettres.eu/content/zeichensetzung/anfuhrungszeiche...
http://www.belleslettres.eu/content/rechtschreibung/durchgekoppelte...
Antwort: 
Wenz Stimmt! REGEL ist ein rethorische Übertreibung aus Effektgründen! ;)  #900194
von Gobber (DE/IO), 2018-11-17, 19:40  like dislike  Spam?  
...aber der Duden bezeichnet es nicht mehr als falsch. Merke: Es müssen nur genügend Leute immer wieder denselben Fehler machen und der Fehler wird zur Regel. Habe ich deshalb angeführt um klar zu machen: Regeln sind nicht in Stein gemeißelt. Der Duden und alle anderen sind deskriptiv, nicht präskriptiv. Wenn die meisten es falsch schreiben, wird's irgendwann richtig! Ich frage mich nur, warum ich mir ein Leben lang die Mühe mache Orthografie zu lernen, wenn die Deppen sie im Endeffekt bestimmen!
Gobber's Senf! ;)
Antwort: 
Fast viel mehr ärgert mich die neue dict-Praxis der Bindestrichschreibung bei jedem Furz  #900196
von Wenz (DE), Last modified: 2018-11-17, 20:06  like dislike  Spam?  
Entweder als Haupteintrag oder mit Klammerzusatz [auch: ...]
http://forum.dict.cc/?pagenum=16827&hilite=876714&kw=[auch#...

Was da bei uns abgeht, es ist der Wahnsinn, der Wahnsinn! Bei manchen Wörtern ist die Bindestrichschreibung zweifellos angebracht, aber nicht in der Häufigkeit wie wir es jetzt handhaben.
Ach, da hab ich meinem Frust auch kundgetan:   #899808

Und ich ärgere mich auch über mich, weil ich da mitmachen muß - mehr oder weniger

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