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Frage:
Hannover schafft Lehrer und Wähler ab.  
von parker11 (DE), Last modified: 2019-01-23, 05:42  like dislike  Spam?  
Chat:     
von alex-k (DE), 2019-01-23, 09:06  like dislike  Spam?  
 #903344
Also, dass das Springer-Qualitätsblatt Hannover dermaßen und deswegen so durch den Kakao zieht... Und Meinung nicht von Journalismus trennen kann. Ich hoffe, dass dem Schreibendem Exner beim Echauffieren nicht aus Versehen die Rolex in den Latte macchiato gefallen ist;)
Chat:     
Naja, alex-k, SPON berichtet ein bisschen neutraler, obwohl die ebenfalls Meinung nicht mehr von Journalismus trennen können.  #903348
von parker11 (DE), Last modified: 2019-01-23, 10:31  like dislike  Spam?  
http://www.spiegel.de/karriere/hannover-fuehrt-gendergerechte-sprac...

Was der Niedergang der CEBIT mit der Entscheidung über gendergerechte Sprache zu tun hat, hat sich mir auch nicht erschlossen.

Unabhängig davon, wie wer berichtet, finde ich in beiden Links die (ungemein zahlreichen) Leserkommentare viel interessanter.

Abgesehen davon, dass ich persönlich die Entscheidung ebenfalls für völlig daneben halte. Seit wann soll Politik über Sprache entscheiden? Ich erspare mir den Vergleich mit den 30er-Jahren und dem Stürmer, weil er hinkt. Aber …
Chat:     
von alex-k (DE), 2019-01-23, 12:12  like dislike  Spam?  
 #903349
Sprache wächst mit ihren Aufgaben. "Studierende" gab es schon an der Uni in den 90ern. Und an das Gendersternchen gewöhnen wir uns auch schon noch. Ich denke mir immer, wenn ich es sehe und es mich stört, dass es den Ottonormal-AfDler noch viel mehr ärgert. Und dann bin ich wieder versöhnt. Ich fühle mich zumindest vom Sternchen nicht so abgestoßen, dass ich nicht wertschätzen kann, dass sich mehr Leute davon angesprochen fühlen als durch die Varianten mit Schräg- oder Bindestrichen und Großbuchstaben mitten im Wort. Die sahen auch schon immer doof aus. Und Politik wird immer auch einen Einfluss auf Sprache haben. Wie auch YouTube, Kino, Literatur, usw. Das ist auch nicht so schlimm.
Schlimmer finde ich den "Journalismus", der völlig entrückt vom eigentlichen Thema VW, 96 und die Cebit anspricht, nur, um auf Niedersachsen ein bisschen draufzuhauen. Selbst die Ermittlungen gegen den Bürgermeister sind in diesem Kontext nicht relevant. Das ist einfach nur ungenügend.
Chat:     
von Sasso', 2019-01-23, 12:26  like dislike  Spam?  193.187.3...
 #903351
Es ist sehr bedenklich, dass Sprache für politische Zwecke missbraucht wird. Ihr eigentlicher Zweck ist nämlich die inhaltliche Verständigung, und nicht "Angesprochenfühlen" und "Wertschätzung" und sonstige politisch-soziale Streicheleinheiten. Großangelegte Sprachvorschriften von politische Seite zu politischen Zwecken gab es zuletzt bei den Nazis. Insoferne ist es durchaus legitim, Hannover ordentlich durch den Kakao zu ziehen.
Chat:     
alex-k: also was die AfD mit dem Gendersternchen zu tun hat, musst Du schon mal erklären.  #903352
von parker11 (DE), Last modified: 2019-01-23, 13:04  like dislike  Spam?  
Soll das heißen, ich bin jetzt ein AfD-Anhänger, nur weil ich gegen das Gendersternchen bin bzw.  gegen eine politische Verordnung des Gendersternchens? Also bin ich auch noch ein Rassist, Nazi, Populist, Polarisierer und was weiß ich noch? Alles, was der AfD und ihren Anhängern weh tut, ist automatisch richtig??

Diese strunzdumme Verallgemeinerung ärgert mich genauso wie das Etikett "linksgrünversifft" und was alles damit gedanklich verbunden wird.  

Links wie rechts, alles die gleiche Soße, wenn Du mich fragst.

Naja, lassen wir das, hier solls um Sprache, nicht um Politik gehen.
Chat:     
von alex-k (DE), 2019-01-23, 15:08  like dislike  Spam?  
 #903355
Soziale Normen sind nicht in Stein gemeißelt. Sie werden immer neu verhandelt. Politik kann darauf Einfluss nehmen. Das schlägt sich dann auch in der Sprache nieder. Das Gendersternchen mit Sprachvorschriften aus der NS-Zeit gleichzusetzen, halte ich für fatal. Ob Fan des Sternchen oder nicht, es geht doch dabei darum, NIEMANDEN auszugrenzen. Klingt das wie Nazi-Politik? Der Vergleich hinkt nicht nur, er braucht ärztliche Betreuung. Außerdem ist es doch immer noch jedem freigestellt, wie er sich ausdrückt. Die Stadt Hannover wird sicherlich immer noch Schreiben, die mit "Sehr geehrte Damen und Herren" beginnen, bearbeiten. Das hieß auch sehr lange nur "Sehr geehrte Herren". Es ist halt nicht in Stein gemeißelt.

Ist das Gendersternchen perfekt? Ich meine nein. Bin ich ein Fan? Nein. Bin ich deswegen AfD-Anhänger? Nein. Denke ich, alle Gendersternchengegner sind auch automatisch rechts? Nein, habe ich auch nicht behauptet. Die AfD äußert sich meiner Wahrnehmung nach am lautesten gegen alles in der Genderdebatte. Ich mag die Partei nicht. Deshalb tröstet mich die Vorstellung eines ihrer Mitglieder mit Schaum vorm Mund ob dieser Debatte über den fürchterlichen orthografischen Stachel inmitten des Wortes hinweg. Das ist wie Wertschätzen und Angesprochenfühlen (s. o.) meine Meinung. Niemand muss sie teilen.
Antwort: 
Das amtliche Gendersternchen ist ein Pyrrhussieg für "Gender"-Vertreter/-innen und Triumph für Verächter von Zivilisation.  #903411
von hausamsee (DE), Last modified: 2019-01-24, 16:11  like dislike  Spam?  
Hier wird von Amts wegen simuliert, dass eine Selbstverständlichkeit, die in Artikel 3 unseres Grundgesetzes hinreichend Niederschlag gefunden hat, nicht mehr selbstverständlich gilt. Damit wird aber eine Grundlage unserer Zivilgesellschaft, jeder Zivilgesellschaft, untergraben.

Genau genommen nämlich ist das Gendersternchen als „sprachliches Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten“, und „wichtiges Signal und [ein] weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen“ überflüssig. Die amtlichen Regelungen reichen völlig aus und haben sich seit dem folgenden Link nicht mehr geändert (hat irgendwer, glaube ich, im Forum mal gepostet).

https://federwerk.de/paarformen-normgemaess-schreiben/

Worauf wird hier reagiert? Es ist offenbar eine aufgeheizte Diskussion, für deren unappetitlichen Ausmaße, die sie hier und dort angenommen hat, die Gendervertreter/-innen möglw. selbst, vor allem aber deren gerne provokant auftretenden Kritiker verantwortlich sind. Sprache soll nicht nur nicht diskriminieren, sie soll ostentativ die politische Absicht, dies nicht zu tun, ausweisen.

Wer sich diskriminiert fühlt, hat ohne Zweifel das Recht, dagegen zu protestieren und Gegenmaßnahmen einzufordern, auch oder gerade dann, wenn er oder sie damit lediglich nach Artikel 3 eine Selbstverständlichkeit einfordert. Andererseits besagt Artikel 3 des Grundgesetzes, was nach Maßstäben der Zivilität ohnehin eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Von der Aufforderung, sich entsprechend den selbstverständlichen Regeln der Zivilität zu verhalten, fühlen sich nun scheinbar einige "Gender"-Gegner überfordert. Reaktion ist der Versuch, die allgemein akzeptierten zivilisatorischen Standards der Höflichkeit demonstrativ zu verletzen.

Dass nun aber von Amts wegen deren Selbstverständlichkeit infrage gestellt wird, ist ein Sieg für genau diese Leute.

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