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Frage:
Wie lautet zur Zeit die deutsche offizielle und politisch korrekte Bezeichnung für einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe?  
von parker11 (DE), Last modified: 2021-07-27, 15:48  like dislike  Spam?  
Chat:     
von MichaelK (US), 2021-07-27, 16:22  like dislike  Spam?  
 #929827
Würde mich auch mal interessieren.
Chat:     
Schwarze, Schwarzer oder Schwarzer Mensch   #929828
von Wenz (DE), Last modified: 2021-07-27, 17:10  like +1 dislike  Spam?  
sind Ausdrücke, die man laut den Experten sagen kann.
https://www.zdf.de/kinder/logo/sprache-gegen-rassismus-100.html

Duden: Aber das hast Du, parker11, sicherlich eh schon gesehen:
Die Bezeichnungen Neger, Negerin sind stark diskriminierend und sollten vermieden werden. Alternative Bezeichnungen, die auch als Eigenbezeichnungen fungieren, sind Schwarzer bzw. Schwarze, People of Color (im Plural) und Person of Color (im Singular) sowie Schwarzer Mensch (mit großgeschriebenem Adjektiv). In Deutschland lebende Menschen mit dunkler Hautfarbe wählen häufig die Eigenbezeichnung Afrodeutscher, Afrodeutsche, die zunehmend in Gebrauch kommt.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Neger

Ich bin gespannt, was andere dict'ler hierzu zu sagen haben.
Anm.: Wenn jemand zu mir sagt, "das ist ein Schwarzer", dann denk ich eigentlich an einen CSU-"Fritzen".
------
Neger: Wann liegt eine – rassistische – Beleidigung vor?
"Die Bezeichnung eines Menschen als „Neger“ ist nicht bereits nach dem allgemeinen Sprachgebrauch unzulässig.

Hier bedarf der Aussagegehalt regelmäßig einer Wertung anhand des Zusammenhangs.

Das LVerfG Mecklenburg-Vorpommern (Urteil vom 19.12.2019 –1/19) hat kürzlich entschieden, dass das Wort „Neger“ nicht zu den Begriffen zählt, die ausschließlich der Herabwürdigung dienen. Auch wenn es im allgemeinen Sprachgebrauch so verstanden wird, entscheidet diesbezüglich immer der Einzelfall. ... ..."
https://ggr-law.com/persoenlichkeitsrecht/faq/rassistische-beleidig...
Chat:     
von MichaelK (US), 2021-07-27, 18:03  like dislike  Spam?  
 #929829
Thanks, Wenz. I knew that schwarz- as a negative prefix is on the way out, but not what to call a person of that color.
Chat:     
von timfefe (AU/AT), 2021-07-27, 18:27  like dislike  Spam?  
 #929830
Eine Alternative zu allem mit "Schwarz" wäre Menschen von Farbe,
Wikipedia(DE): Person_of_Color

Afrodeutscher kann man nur diejenigen nennen, die, zumindest einigermaßen, Zugehörigkeit zu Deutschland empfinden.
Antwort: 
Danke, Wenz.  #929831
von parker11 (DE), Last modified: 2021-07-27, 19:19  like dislike  Spam?  
Duden hatt ich gelesen, aber ich war nicht mehr sicher, da "schwarz" in allen möglichen anderen Verbindungen nicht mehr 100%ig politisch korrekt ist.

z.B. Schwarzfahren

https://www.welt.de/vermischtes/article232418219/Schwarzfahren-gibt...
Chat:     
von MichaelK (US), 2021-07-27, 19:31  like dislike  Spam?  
 #929832
I read that "to denigrate" might be on the way out. Could be just some internet misinformation, though.
Antwort: 
Erhebt sich doch die Frage, wer denn bestimmt, was politisch korrekt sei. Den 1968ern waren Experten vornehmlich als Fachidioten geläufig.  #929834
von Proteus-, 2021-07-27, 22:12  like dislike  Spam?  62.46.129....
Chat:     
von AliHeret (DE), Last modified: 2021-07-28, 08:53  like +1 dislike  Spam?  
 #929837
PoC, people of colour, sind wir doch alle. Wenn Schwarz eine Farbe ist, ist es Weiß auch. Und Braun ist es auch.
Mein Verdacht ist aber, dass PoC genauso wie "Farbige" gegen Weiße abgegrenzt wird - und das ist dann wieder Rassismus. Hingegen habe ich eine "Rothaut" noch nie gesehen, außer bei Weißen mit Sonnenbrand. Gelb sind Chinesen, wenn sie Gelbsucht haben.
Ein Teil des Problems ist, dass es nicht nur um die Farbe der Haut geht, sondern auch um Blutgruppen, Haarfarbe, Haarform, also Hardfacts bei bestimmten Menschengruppen. Die gibt es zwar definitiv, aber sie sind im Alltagsleben absolut unwichtig. Wichtiger ist, ob der jeweilige Mensch friedlich, höflich, kommunikativ etc ist ist oder aggressiv, unhöflich etc.
Ein weiteres Problem ist, dass sich auch die Betroffenen von Sprachabgrenzung nicht einig sind, wie sie denn nun ethisch /politisch korrekt bezeichnet werden sollen. Und dass sich das laufend ändert, weil durch Sprachvorschriften nicht das rassistische Denkmodell verschwindet. Typisches Beispiel sind Z., die es gar nicht lieben, ersatzweise als Sinti/Roma angesprochen zu werden.
Bei manchen Aussagen von Aktivisten - etwa den ständig weite Kreise der Menschheit schwer beleidigenden "weißen alten Männern" - muss ich allerdings wiederum Rassismus konstatieren. Spätestens mit der Ära Trump hat sich doch gezeigt, dass Sprachvorschriften überhaupt nichts bringen, Verstöße gegen Regeln sogar belohnt werden.

Zu Proteus: Ja, bevor sie dann die Idee des "Marsches durch die Institutionen" entwickelten und selbst welche wurden.
Chat:     
man könnte sich auch menschliche "Rassen" zurechtdefinieren, indem man die Menschen z.B. nach Schuhgrößen sortiert ...  #929838
von RedRufus (DE), 2021-07-28, 09:18  like +2 dislike  Spam?  
... dann hätten wir etwa die "Rassen" der Großfüßler und Kleinfüßler. Mir fallen da noch vielfältige andere Möglichkeiten ein.
Chat:     
von AliHeret (DE), Last modified: 2021-07-28, 10:11  like +1 dislike  Spam?  
 #929839
Da es ja definitiv Groß- und Kleinfüßler gibt, wäre das eine Möglichkeit. Im Ernst: Wir haben diese Klassen doch längst: Übergewichtige, Normalgewichtige, Untergewichtige. Deppen und Intelligenzler. Tätowierte und Untätowierte. Naturblonde und Brünette, Linke und Rechte, Schwule und Heteros, Langhaarige und Kurzhaarige, Verheiratete und Singles, Kranke und Gesunde, Alte und Junge, Geisteskranke, Normale und Grenzfälle, Impfbefürworter und Impfgegner usw.

Dieses dichotomische Trennen in Oben und Unten, Arm und Reich, Gut und Böse, Hell und Dunkel, Gott oder Teufel kam anscheinend über die Philosophie des Ahuramazda und die babylonische Gefangenschaft zunächst in das jüdische, später dann das christliche Denken. Es gibt sich aus als "das Nätürliche" - Tag und Nacht, ying und yang. Dass das nur ein Hilfsmittel ist, die Welt zu ordnen, übersehen viele.

Die Zweiteilung und das Kategorienbilden (Schubladendenken) ist immer mal wieder notwendig, der Rassismus beginnt aber dort, wo den Fremden mit bestimmten körperlichen Merkmalen negative Eigenschaften unterstellt werden (Arbeitsscheu, Vergewaltiger, Kinderschänder....) und in jedem echten Fremden, der einem begegnet, nicht der individuelle Mensch, sondern ein typischer Träger dieser negativen Eigenschaften gesehen wird. Dieses schlichte Modell ist nach meiner Kenntnis weltweit verbreitet, keineswegs nur eine Eigenschaft von Weißen.
Antwort: 
Die Verunsicherung bei diesem Thema zeigt sich nicht zuletzt, dass …  #929840
von parker11 (DE), 2021-07-28, 09:51  like dislike  Spam?  
People of Color bzw. Person of Color (oder sollte es jeweils "Colour" heißen?) kein deutsches Wort ist. Weil die Deutschen keine politisch richtige Übersetzung finden?

Vielleicht einigt man sich irgendwann der Einfachheit halber auf Poc ({m} oder {f} oder beides?). "People of Color" kann ja die Hälfte der Deutschen gar nicht richtig aussprechen geschweige denn schreiben. "Poc" klingt aber ziemlich abwertend. Ich persönlich möchte nicht gerne als "Poc" bezeichnet werden, obwohl ich gemäß AliHerets völlig zutreffenden Ausführungen natürlich einer bin.

Wie halten es eigentlich andere europäische Sprachräume (z. B. Franzosen, Spanier, Italiener, Skandinavier)?
Chat:     
Am besten, man vermeidet die Erwähnung der Hautfarbe vollständig.  #929846
von Dracs (DE), 2021-07-28, 10:59  like dislike  Spam?  
In China zum Beispiel hat niemand meine rosa Hautfarbe erwähnt. Dort sind wir Langnasen, Rundaugen oder Westerners.
In Afrika sind wir Weiße oder weiße Imperialisten.
Antwort: 
Naja.   #929855
von parker11 (DE), 2021-07-28, 12:48  like dislike  Spam?  
Wenn wir die Chinesen analog als Schlitzaugen bezeichnen, wäre das also korrekt? Kann ich mir nicht vorstellen.

Mit dem Vermeiden der Erwähnung der unterschiedlichen Hautfarbe wird das Problem nicht gelöst, IMHO, wenn stattdessen auf andere körperliche Unterschiede verwiesen wird. Da erscheint mir die Farbe wesentlich natürlicher und unverfänglicher.
Chat:     
Wieso?  #929860
von Dracs (DE), 2021-07-28, 21:43  like dislike  Spam?  
Meine Kollegen stammen aus Deutschland, Polen, Russland, Bulgarien ...
Einer meiner Freunde stammt aus Äthiopien, ein anderer ist Kameruner. Ich kenne Südafrikaner, sowohl afrikanischer als auch europäischer Abstammung.
Das sagt mehr als lila, blassblau, behaart oder wie groß Schwanz oder Titten sind.

(Chinesen haben etwa den gleichen Hauttyp wie wir Europäer. Im Winter sind sie eher blass rosa, im Sommer werden sie hellbraun, und manche kriegen Sommersprossen.)
Antwort: 
von AliHeret (DE), 2021-07-29, 07:05  like dislike  Spam?  
 #929865
Dracs, das ist nicht der Punkt. Jede/r von uns hier kennt Leute von anderswoher, und kann solche Freunde aufführen. Die sind für uns aber bereits vertraut. Die Frage ist eher, wenn Du von 20 Bewerber*innen einstellst, die eine mit schwarzer Hautfarbe oder einen von denen mit weißer Hautfarbe. Oder wie Du reagierst, wenn Du in der Sylvesternacht fünf braunhäutigen Menschen begegnest. Ob Du zustimmst, ein menschliches Ersatzteil aus China zu bekommen oder was Dir durch den Kopf schießt, wenn Du erfahrst, dass nicht Du der nächste Chef wirst, sondern eine Frau aus Afrika.

Zurück zur Frage. Ich hätte vor 10 Jahren das OP mit einer schnellen konkreten Bezeichnung beantwortet. Mittlerweile ärgert mich die scheinheilige aktivistische Sprachpolizei derart, dass mich das sich ständig ändernde politisch Korrekte nicht interessiert, sondern eher, wie man den Rassismus bei sich selbst und bei den Aktivisten erkennt und durch humanes Denken ersetzt. Dann braucht man die sprachpolizeilichen Vorgaben nicht mehr, die alle verkennen, wie schnell man sie ironisieren kann.
Rettung verspricht übrigens auch nicht, wenn man sich fragt, wie sich denn bestimmte kulturelle Gruppen selbst bezeichnen. So gibt es davon mehrere, die sich selbst in ihrer eigenen Sprache als "die Menschen" bezeichnen, was nichts anderes bedeutet, als dass Fremde eben keine Menschen sind. In anderen Selbstbezeichnungen steckt die Annahme drin, mehr wert zu sein als andere Menschen. Beides ist Rassismus. Keine einfache Zeit also.
Antwort: 
von AliHeret (DE), Last modified: 2021-07-29, 08:34  like +1 dislike  Spam?  
 #929866
Dracs, das ist nicht der Punkt. Jede/r von uns hier kennt Leute von anderswoher, und kann solche Freunde aufführen. Die sind für uns aber bereits vertraut. Die Frage ist eher, wen Du von 20 Bewerber*innen einstellst, die eine mit schwarzer Hautfarbe oder einen von denen mit weißer Hautfarbe. Oder wie Du reagierst, wenn Du in der Sylvesternacht fünf braunhäutigen Menschen begegnest. Ob Du zustimmst, ein menschliches Ersatzteil aus China zu bekommen oder was Dir durch den Kopf schießt, wenn Du erfahrst, dass nicht Du der nächste Chef wirst, sondern eine Frau aus Afrika.

Zurück zur Frage. Ich hätte vor 10 Jahren das OP mit einer schnellen konkreten Bezeichnung beantwortet. Mittlerweile ärgert mich die scheinheilige aktivistische Sprachpolizei derart, dass mich das sich ständig ändernde politisch Korrekte nicht interessiert, sondern eher, wie man den Rassismus bei sich selbst und bei den Aktivisten erkennt und durch humanes Denken ersetzt. Dann braucht man die sprachpolizeilichen Vorgaben nicht mehr, die alle verkennen, wie schnell man sie ironisieren kann.
Rettung verspricht übrigens auch nicht, wenn man sich fragt, wie sich denn bestimmte kulturelle Gruppen selbst bezeichnen. So gibt es davon mehrere, die sich selbst in ihrer eigenen Sprache als "die Menschen" bezeichnen, was nichts anderes bedeutet, als dass Fremde eben keine Menschen sind. In anderen Selbstbezeichnungen steckt die Annahme drin, mehr wert zu sein als andere Menschen. Beides ist Rassismus. Keine einfache Zeit also.
Chat:     
Ali: Word!   #929869
von Gobber (DE/IO), 2021-07-29, 08:23  like dislike  Spam?  
Chat:     
James Brown,  #929886
von hausamsee (DE), Last modified: 2021-07-29, 10:52  like dislike  Spam?  
ja, der berühmte James Brown, trug regelmäßig, so die Legende, einen weißen Handschuh für die eine Hand, einen braunen an der anderen. Niemand weiß, welches Statement er damit verband ...

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die schwarze Aktivistin und Bloggerin Noa Sow? Ich erinnere mich jedenfalls an eine mich damals überzeugende Argumentation, dass "schwarz" "farbig" vorzuziehen sei. Allerdings bezeichnete ein Nachbar (ich glaube aus Ghana) sich selbst einmal als "farbig". Ein Freund, der jahrzehntelang mit Schwarzen gearbeitet hat (Reggae, Salsa, ...), hat seine Freunde durchgängig als Schwarze bezeichnet. Ich persönlich halte mich an diese Wortwahl, auch kann ich mich nicht erinnern, dass ich das Wort "schwarz" benutzt hätte und einer meiner damaligen afrikanischen Bekannten daran jemals Anstoß genommen hätte. Direkt gefragt habe ich aber nie. Das Adjektiv "schwarz" finde ich besser, "farbig" klingt irgendwie wie ein verschämter Euphemismus, als müsste ich einen Mangel herunterspielen. Ich sage "schwarz".

Ansonsten ist mMn RedRufus' Kommentar oben nichts hinzuzufügen.
Chat:     
PS  #929889
von hausamsee (DE), 2021-07-29, 10:48  like dislike  Spam?  
Jemand anders (Brasilien) wollte mit uns und unser kleine Band "Rock n' Roll [N-Wort]" spielen, von der schrecklichen Patti Smith, selbst aber schottischer Abstammung. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass das irgendwie nicht gehe, sagte er, wieso, damals in São Paulo und Rio (auf der Straße) hätten sich alle seine Freunde gegenseitig so angesprochen ... !

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